Dritter Fachdialog: Expertinnen und Experten diskutieren über soziale Aspekte der Stadtentwicklung

Fachdialog zum dritten! Am 17. März 2017 fand im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt der dritte Dialog mit lokalen und regionalen Expertinnen und Experten zum integrierten Stadtentwicklungskonzept Frankfurt 2030  statt. Fachpublikum aus Verwaltung, Wissenschaft, Institutionen und Stadtgesellschaft diskutierte über soziale Aspekte der Stadtentwicklung und des sozialen Zusammenlebens in der Stadt. Ziel war, Entwicklungsmöglichkeiten in räumlicher und sozialer Sicht für Frankfurt auszuloten sowie gezielt Expertisen aus der Sozialwissenschaft und Sozialplanung in das Stadtentwicklungskonzept „Frankfurt 2030“ einzubinden.

Wie sehen Stadtquartiere für Frankfurt aus, die als Begegnungsorte und Kommunikationsräume funktionieren sowie Mischung und Vielfalt zulassen? Wo und wie sieht Frankfurts Zukunft des Wohnens aus – was bedeutet das Wachstum für Bildung, Kultur oder Soziales? Wie gelingt es dabei, das passende soziale, infrastrukturelle Angebot zu schaffen? Wie kann Frankfurt für die Menschen lebenswert und attraktiv bleiben, so dass sich die Menschen wohl fühlen und die Stadt den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird?

Peter Cachola Schmal, Leitender Direktor des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt am Main begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Input zur laufenden Ausstellung „Making Heimat. Germany, Arrival Country“, welche als deutscher Beitrag auf der 15. Internationalen Architekturausstellung 2016 – La Biennale di Venezia gezeigt wurde.  Prof. Dr. em. Frank-Olaf Radtke, emeritierter Professor des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main erläuterte in seinem Key-Note Vortrag die Wichtigkeit einer sozialverträglichen Stadtplanung.

Im „Dezernent*innen-Gespräch“ kam es zu einem Trialog von Prof. Dr. Daniela Birkenfeld, Dezernentin für Soziales, Senioren, Jugend und Recht, Mike Josef, Dezernent für Planen und Wohnen sowie Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung. Ein zentraler Diskussionspunkt war hier, die adäquate Beachtung von unterschiedlichen Bedürfnissen der Stadtbevölkerung. Es gilt, nicht nur engen Korridoren oder in Räumen zu denken, sondern die Stadt (und die Menschen die in Frankfurt leben) wesentlich vielfältiger in den Blick zu nehmen. Stadtentwicklung ist vielfältig, gemischt und muss auch dementsprechend diskutiert werden! Die Stadtteile spielen in diesem Zusammenhang eine maßgebliche Rolle. Es scheint enorm wichtig, Quartiere als Orientierungsräume in der Stadtentwicklung zu gestalten, um dort die Förderung einer sozialen Teilhabe voranzutreiben. Die Stadt Frankfurt wird weiter wachsen, die Herausforderungen werden steigen und es wird deutlich, dass diese „Bewährungsprobe“ nur gemeinsam gelöst werden kann.

Vor welche Herausforderungen steht die Stadt Frankfurt beim Fokus auf eine soziale Stadtentwicklung? Welche Lösungsansätze gibt es bereits und was wird für die Zukunft  entscheidend?
Diese und weitere Fragen standen im Zentrum von kurzen Impulsen sowie der gemeinsamen Diskussion der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit  Alexandra Cremer (Netzwerk Inklusion Frankfurt), Ursula Frenzel-Erkert (Freiberufliche Sozial-Gerontologin), Marja Glage (Quartiersmanagement Unterliederbach-Ost), Heike Hecker (Quartiersmanagement in Rödelheim), Isabelle Neuling (StadtschülerInnenrat Frankfurt am Main), Rebekka Rammé (Frankfurter Jugendring) und Michael Zimmermann-Freitag (Der Paritätische Hessen e.V.)

Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Frankfurt am Main formulierte abschließend nochmal die Wichtigkeit von Integrationskraft und Integrationsleistung von Städten. Integration wird eine Dauerleistung für die Stadt Frankfurt sein. Die Diskussionsergebnisse fließen – insbesondere auf der programmatischen Ebene – in das Stadtentwicklungskonzept ein. Die Vorstellung von Ergebnissen ist für Juni 2017 in Form eines Bürgerforums geplant.

Impressionen der Veranstaltung

 

Link zum Video und zur Dokumentation der Veranstaltung

 

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