Hintergrund

1. Worum geht es bei Frankfurt 2030?

Frankfurt zieht Menschen und Unternehmen an. Die Stadt wächst und wird sich in den nächsten Jahren weiter verändern. Diese Veränderungen eröffnen Gestaltungsspielräume, beinhalten aber auch Herausforderungen für die Stadt und die hier lebenden Menschen.

Wo und wie kann sich Frankfurt verändern? Wie schaffen wir es, das Wachstum und die Wohnflächenentwicklung mit dem Erhalt von Freiräumen sowie der Entwicklung der sozialen oder verkehrlichen Infrastruktur in Einklang zu bringen? Wo sind Grenzen des Wachstums erreicht und welche Dichte verträgt die Stadt? Dazu braucht es eine klare und gemeinsame Vorstellung über die Zukunft, die der Stadt für die nächsten Jahre den Weg weist. Ziel von Frankfurt 2030 ist es daher, im Dialog mit der Stadtgesellschaft Strategien für diese Zukunft zu erarbeiten. Damit will Frankfurt 2030 die Lebensqualität für die Menschen in der Stadt verbessern, aber auch die Position als international wettbewerbsfähige und attraktive Metropole stärken. Als Wegweiser für Frankfurt 2030 entsteht dabei ein Stadtentwicklungskonzept. Das Konzept soll ein Gesamtbild für die Stadt zeichnen, die unterschiedlichen Interessen zusammenführen und Prioritäten sowie Grenzen für die beabsichtigte Entwicklung bis 2030 aufzeigen.

2. Was ist „Frankfurt Deine Stadt“?

Frankfurt, unsere Heimat, berührt alle in der Stadt lebenden Menschen. Dies zeigt sich in den täglichen Gesprächen auf der Straße ebenso wie in den Debatten über die großen Themen, wie dem bezahlbaren Wohnen, der Erhaltung vielfältiger Stadtteile, der Organisation des Stadtverkehrs oder der Bewahrung wertvoller Grünräume.

Die Zukunft der Stadt zu gestalten, ist daher auch eine Aufgabe, die alle und nicht nur Politik und Verwaltung betrifft. „Frankfurt Deine Stadt“ ist für diese Zukunft der Dialogprozess, der die Erarbeitung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes von Juli 2016 bis August 2017 begleitet und unterstützt.

In diesem Sinne lädt „Frankfurt Deine Stadt“ alle Frankfurter*innen sowie die institutionellen Vertreter*innen der Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ein, sich mit ihren Ideen und Anregungen in die Zukunftsgestaltung der Stadt einzubringen.

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3. Wie entsteht das Stadtentwicklungskonzept?

Integrierte Stadtentwicklungskonzepte haben die Gesamtentwicklung einer Stadt für einen bestimmten Zeitraum im Blick. Sie geben Antworten auf heutige und zukünftige gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle wie ökologische Fragen, Herausforderungen und Konflikte. Und sie beschreiben einzigartige Qualitäten, die für die Zukunft eine wichtige Grundlage bilden. Dazu bündeln sie vorhandene Konzepte und wägen unterschiedliche Interessen ab. Keine einfache Aufgabe! Wegweisend ist vor allem immer die Veränderung der Bevölkerung in der Stadt.

Frankfurt erarbeitet sein integriertes Stadtentwicklungskonzept in vier Phasen. Der zeitliche Horizont liegt auf dem Jahr 2030, was für eine Stadt nicht so weit weg ist. Im Jahr 2015 wurde eine themenbezogene Analyse der aktuellen Stadtentwicklung vorbereitet (Phase 1). Diese sektorale Perspektive benennt die wesentlichen Entwicklungen und Trends in Frankfurt, aber auch die erkennbaren Chancen und Risiken für die Zukunft. Darauf aufbauend wurde Anfang 2016 eine Analyse vorgenommen (Phase 2), die die Abhängigkeiten und Widersprüche in der Stadt darstellt und die erste Schlussfolgerungen für die Zukunft formuliert.

Die Grundlagen und das Frankfurt „Heute“ sind damit beschrieben. Nun gilt es, den Fokus auf die Entwicklung der strategischen und räumlichen Ausrichtung der Stadt bis 2030 zu richten. Dazu werden bis Ende 2016 mögliche Szenarien und Denkalternativen der Stadtentwicklung erarbeitet (Phase 3). Im Anschluss entsteht bis zum Sommer 2017 dann das Zukunftsbild für Frankfurt 2030 (Phase 4). Dieses veranschaulicht anhand von räumlichen Strategien, wie die Stadt im Jahr 2030 aussehen und wo sie sich verändern soll, was Frankfurt seit 2016 erreicht haben wird und wie sich die Stadt die Umsetzung vorstellt.

Das Stadtentwicklungskonzept Frankfurt 2030 soll dann Ende 2017 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden, damit es als Leitbild zu einem verbindlichen Orientierungsrahmen für das Handeln in Verwaltung und Politik wird..

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4. Wie und wann kann ich mich beteiligen?

Sie haben Interesse an der Gestaltung Ihrer Stadt? Sie sind neugierig, wie sich Frankfurt in einem für die Stadtentwicklung relevanten Themenfeld entwickeln wird? Sie möchten Ihre Gedanken und Ideen in einen partnerschaftlichen und kreativen Dialog einbringen?

Alle Bürger*innen sind herzlich eingeladen, sich an dem Dialog „Frankfurt Deine Stadt“ zu beteiligen. Wichtig ist die Bereitschaft, sich konstruktiv mit eigenen Erfahrungen und aus den unterschiedlichen Blickwinkeln einbringen zu wollen.

Wie und wo muss sich Frankfurt ändern und was soll bleiben? Anfang Juli 2016 beginnt der Dialog mit einem zweitägigen IdeenFlashMarkt und einem breiten Ideenaufruf. Gefragt sind Perspektiven für ein besseres Frankfurt. Dazu begibt sich eine mobile Ausstellung auf Ideen-tour durch die Frankfurter Stadtteile. Die Aktionen werden unterstützt durch die Sommertour des Historischen Museum Frankfurt, das auch 2016 seine Aktionen rund um „mein Frankfurt-Modell“ fortsetzt. Bis Mitte 2017 können dann in weiteren Bürgerforen sowie in Vor-Ort-Werkstätten die Szenarien und Strategien als Kern des Zukunftsbildes Frankfurt 2030 diskutiert werden.

Damit alle Interessierten sich jederzeit über den Prozessverlauf informieren und daran mitwirken können, wird dieser auf der Plattform www.frankfurtdeinestadt.de intensiv online begleitet. Mehrere Onlinedialoge bieten Raum für Kommentare, Diskussionen und Beiträge zu den Inhalten des Stadtentwicklungskonzeptes. Die Plattform informiert aktuell über Termine, Orte und Inhalte und ist vernetzt mit dem Facebook-Auftritt der Stadt Frankfurt.

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5. Was passiert mit den Ergebnissen aus den Veranstaltungen?

Transparenz und Nachvollziehbarkeit ist der Stadt Frankfurt für den Stadtdialog besonders wichtig. Alle Bürgerforen, Werkstätten, Online-Dialoge und Aufrufe werden protokolliert und ausgewertet. Die Protokolle werden auf www.frankfurtdeinestadt.de veröffentlicht. Die Inhalte, egal ob Konsens, Konflikt, offene Frage, Idee oder Anregung, werden in einer Matrix gebündelt. Dazu erfolgt eine Rückkopplung mit der inhaltlichen Bearbeitungsebene des Stadtentwicklungskonzeptes. Für den Bürgerdialog sind die Kommentare eine wichtige Grundlage. Aus den Ergebnissen entstehen Fragen, mit denen das Stadtentwicklungskonzept konfrontiert wird. Die Zusammenfassung der Matrix zeigt weiter, was mit den Eingaben geschehen ist und welche Beiträge in den Entwurf des Stadtentwicklungskonzeptes eingeflossen sind. Sie zeigt auch die Gründe auf, wenn diese nicht eingeflossen sind.

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